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CO₂-Neutralität: Definition, Grenzen und Best Practices

CO₂-Neutralität bedeutet, Restemissionen durch gleichwertige Entnahmen auszugleichen. Oberste Priorität bleibt jedoch die Reduktion der Emissionen an der Quelle.

Zuerst reduzieren, dann ausgleichen

Die anerkannte Reihenfolge lautet: vermeiden, reduzieren, dann nur unvermeidbare Emissionen ausgleichen. Ausgleichen ohne Reduktion birgt das Risiko von Greenwashing-Vorwürfen und regulatorischen Sanktionen.

Hochwertiger Ausgleich

Ein glaubwürdiger Ausgleich beruht auf geprüften Projekten (Zusätzlichkeit, Dauerhaftigkeit, Messbarkeit). Transparenz über Umfang und Methode ist unerlässlich.

Regulatorischer Rahmen

Neutralitätsaussagen werden zunehmend reguliert (EU-Richtlinie Green Claims, ADEME-Empfehlungen). Besser ist es, einen nachgewiesenen Reduktionspfad zu kommunizieren.

Häufige Fragen

Darf man sich als CO₂-neutral bezeichnen?

Mit Vorsicht: erforderlich sind eine vollständige Bilanz (Scope 1/2/3), ein Reduktionspfad und ein hochwertiger Ausgleich für den Rest, alles dokumentiert.

Neutralität oder Net Zero?

Net Zero (z. B. SBTi) verlangt eine tiefe Reduktion (oft -90 %) vor der Neutralisierung des Rests, während CO₂-Neutralität ein weiter gefasster, manchmal falsch verwendeter Begriff ist.

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